TRADERS´ Briefing - Nr. 0536 - Internationale Börsen mit weiterem Korrekturbedarf

Nr. 0536

28.10.2020

Index-Check: DAX

Dax schließt unter der 200-Tage-Linie

Der Dax knüpfte gestern nahtlos an die dynamische Abwärtsbewegung vom Montag an. Dabei fiel der deutsche Leitindex im Tagesverlauf bis auf ein Tief von 12.035 Punkten. Der Schlusskurs lag mit 12.064 Zählern nur einige Punkte darüber. Damit schloss der Index erstmals seit dem 26. Juni erneut unterhalb der 200-Tage-Linie. Diese notiert aktuell bei 12.126 Punkten, womit sich ein Abstand von 62 Punkten bzw. 0,5 Prozent ergibt.

In den nächsten Tagen kommt es entscheidend darauf an, ob die runde 12.000er-Marke verteidigt werden kann. Sollte auch diese Barriere nach unten durchstoßen werden, dann läge die nächste Unterstützung erst wieder im Bereich von 11.500 Punkten. Ein markanter Orientierungspunkt ist dabei das Abwärts-Gap vom 09. März, das zwischen 11.000 und 11.500 Zählern eine auf dem Chart deutlich sichtbare Notierungslücke hinterlassen hat. Auf der Oberseite hat sich dagegen zwischen 12.300 und 12.600 Punkten eine massive Widerstandszone etabliert, die vor allem durch den Kursrutsch vom Beginn dieser Woche definiert wird.

Vonseiten der Markttechnik trübt sich das Bild auf Tagesebene immer mehr ein. Nachdem der Z-Score bereits vorgestern ein Verkaufssignal generierte erreichte gestern der Random-Walk-Index ebenfalls die Verkaufszone. Im Zweistunden-Chart befinden sich derzeit alle Indikatoren im Short-Modus, wobei der Z-Score in diesem Zeitfenster bereits in extrem überverkauftem Gebiet notiert. Solange hier jedoch keine Anzeichen einer Richtungsänderung erkennbar sind, überwiegen weiterhin die Abwärtsrisiken.

Index-Check: S&P 500

Uneinheitliche Entwicklung am amerikanischen Aktienmarkt

Die US-Börsen konnten sich dem Abwärtsdruck an den globalen Börsen gestern nur teilweise entziehen. Während die beiden Blue-Chip-Barometer Dow Jones und S&P 500 um 0,8 Prozent und 0,3 Prozent nachgaben, legte der Nasdaq 100 um 0,8 Prozent zu. Dabei stiegen vor allem Titel mit starkem Bezug zum Internet, wie z.B. die beiden Schwergewichte Amazon und Facebook, die jeweils etwa zwei Prozent an Wert gewannen.

Beim S&P 500 spitzt sich die Lage dagegen weiter zu. Mit dem Schlusskurs von 3391 Zählern wurde die wichtige Unterstützungszone zwischen 3400 und 3430 Punkten unterschritten. Das nächste Kursziel auf der Unterseite ist jetzt der Bereich von 3300 bis 3330 Punkten. Dort wurde durch das Aufwärts-Gap vom 28. September eine Notierungslücke erzeugt. Sollte auch dieses Kursniveau unterschritten werden, dann wäre der Weg sogar bis ungefähr 3200 Punkte frei. Darunter verläuft bei aktuell 3130 Zählern die 200-Tage-Linie. Wenn sich der Index bis zur Präsidentschaftswahl am kommenden Dienstag an den Grenzen des seit zwei Wochen gültigen Abwärtstrendkanals orientiert, dann könnte bis dahin die runde 3300er-Marke erreicht werden.

Die Markttechnik signalisiert ebenfalls weiteren Konsolidierungsbedarf. Zwar befinden sich auf Tagesbasis noch alle Indikatoren in der Kaufzone, allerdings mit stark fallender Tendenz. Im Intraday-Zeitfenster überwiegen dagegen die Short-Signale. Dies deutet für die nächsten Tage auf weiter nachgebende Kurse hin.

 

 


Im Fokus: Brenntag

Aktie bleibt auf Rekordkurs

Der MDax-Titel Brenntag war gestern mit einem Kursanstieg von 5,8 Prozent in einem schwachen Marktumfeld der Top-Gewinner unter den 100 HDax-Aktien. Dabei erreichte die Aktie des Chemiehändlers bei 58,87 Euro nahezu den bisherigen Rekordwert, der am 15. April 2015 bei 59,39 Euro markiert wurde. Der gestrige Schlusskurs wurde mit 57,04 Euro zwar etwas niedriger festgestellt.

Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie dennoch aus der seit Mitte September anhaltenden Konsolidierungsformation nach oben ausgebrochen. Sollte in den nächsten Tagen ein neues Allzeithoch erreicht werden, dann würde dies weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen. Zusätzlich würde Brenntag damit den Mitte März begonnenen Aufwärtstrend bestätigen. Damals war die Aktie im Zuge der Corona-Krise bis auf ein zyklisches Tief von 28,68 Euro gefallen. Nachdem im Juli bereits wieder ein Kursniveau von 55 Euro erreicht wurde, flachte die Aufwärtsdynamik erheblich ab. Mit dem gestrigen Kursanstieg könnte der nächste dynamische Aufwärtsimpuls eingeleitet worden sein.

Unterstützung erhält die Aktie durch die Markttechnik. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis haben in der oberen Kaufzone nochmals Momentum aufgenommen, ohne dabei bereits überkauftes Terrain erreicht zu haben. Solange das Ausbruchsniveau von 54 Euro erfolgreich verteidigt werden kann, bleiben die Trendpfeile daher in allen Zeitebenen aufwärts gerichtet.

 


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