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Ausgabe Nr. 702, 06.02.2025
TRADERS´Briefing
Liebe Leserinnen und Leser,
RTL hat das ursprünglich geplante TV-Duell zwischen Scholz und Merz erweitert: Am 16. Februar treten nun auch AfD-Kandidatin Weidel und Grünen-Kandidat Habeck in einer Viererrunde ("Quadrell") an. Moderiert wird die Debatte von Pinar Atalay und Günther Jauch. Der Entschluss kam nach Kritik an klassischen TV-Duellen. Besonders die Absage eines Duells zwischen Habeck und Weidel durch ARD und ZDF hatte für Diskussionen gesorgt. Merz selbst hatte sich für ein erweitertes Format ausgesprochen. Weitere große TV-Runden sind geplant: Am 13. Februar treten die vier Kandidaten bei ZDFs "Klartext" auf, am 17. Februar folgt die "Wahlarena" der ARD. Die finale "Schlussrunde" mit allen Spitzenkandidaten ist für den 20. Februar angesetzt. Der Absatz von Elektroautos in Deutschland ist im Januar 2025 stark gestiegen - um 53,5 Prozent auf 34.498 Fahrzeuge. Ihr Marktanteil lag bei 16,6 Prozent. Der Anstieg war erwartet worden, da Hersteller Neuzulassungen aus 2024 ins neue Jahr verschoben, um CO2-Flottengrenzwerte einzuhalten und Strafzahlungen zu vermeiden. Insgesamt wurden im Januar 207.640 Autos neu zugelassen - 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders SUV waren mit einem Marktanteil von 30,6 Prozent gefragt. 2024 war der Elektroauto-Absatz noch um 27,5 Prozent eingebrochen - nur 380.600 Neuzulassungen mit einem Anteil von 13,5 Prozent. Heute um 13:00 Uhr steht der Zinsentscheid der Bank of England an, um 14:30 Uhr werden die Zahlen zu den Erstanträgen der Arbeitslosenhilfe verkündet. Der Fear-and-Greed-Index stagnierte auf den Donnerstagmorgen, so dass dieser weiterhin auf 39 Zählern im Bereich der Furcht steht. Wall Street und europäische Indizes beendeten den Mittwoch mit Gewinnen.
Termine der Hauptversammlungen für DAX, MDAX, TecDAX, ATX & EuroStoxx50
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Die Hauptversammlung eines börsennotierten Unternehmens ist die einmal im Jahr stattfindende Zusammenkunft von Aktionären, des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Versammlung dient dem Informationsaustausch mit seinen Aktionären und der Beschlussfassung unternehmensbezogener Vorgänge. Die teilnehmenden Aktionäre haben bei Abstimmungen ein entsprechendes Stimmrecht, das von der Anzahl der persönlich gehaltenen Aktien abhängt. Am Termin der Hauptversammlung ist mit Vorsicht an den Märkten zu agieren, da große Kurssprünge in beide Richtungen durch getroffene Entscheidungen möglich sind. Diese Warnung gilt auch für die Veröffentlichung von Quartalsberichten.
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Momentum-Prognose für den DAX-Aktienmarkt
Bild: Kerzen-Chart, Advance-Decline-Line (ADL) & MACD-Indikator auf den DAX-Index
Technische Kurzanalyse
Der Mittwoch brachte dem deutschen Leitindex keinem guten Start ein, denn minus 75,87 Punkte bzw. ein Wertverlust von 0,35 Prozent musste erst einmal ausgebügelt werden. Und das dauerte etwas, denn zuerst ging es bis zum Tagestief um 9:35 Uhr auf 21.387,72 Punkten nach unten. Nachfolgend etablierte sich ein Aufwärtstrend, der lediglich mit einem größeren Zwischentief um 16:05 Uhr zurechtkommen musste. Bis um 17:50 Uhr ging es noch einmal nach oben, und 80,23 Punkte bzw. 0,37 Prozent Zuwachs konnten beim Stand von 21.585,93 Zählern realisiert werden.
Gute Nachrichten auch beim ADL-Indikator, der knapp mit 21 Gewinner-Aktien gegenüber 19 Verlierer-Titeln gewann, und damit einen Schritt nach oben machen durfte. Hierbei war die beste Aktie im DAX Vonovia, die um 3,46 Prozent auf 30,20 Euro zulegte. Am anderen Ende der Skala stand die Daimler Truck Holding, deren Kurs um 2,19 Prozent auf 40,21 Euro nachgab.
Der MACD ist trotz gutem Ergebnis weiter nach unten marschiert und nun an seine Signallinie herangelaufen. Es reichte jedoch nicht aus, ein Crossover zu generieren. Damit blieb ein Short-Signal bislang auch aus.
Die Kurslücke vom Montag zu schließen stellt sich als etwas zähes Unterfangen dar, doch solange die Richtung stimmt, dürften Anleger und Swing-Trader mit der Situation grundsätzlich zufrieden sein. Die gestrige grüne Tageskerze schloss am Hoch, so dass davon ausgegangen werden kann, dass es heute zu einer Fortsetzung der aktuellen Entwicklung kommen wird.
Zur Stunde der Analyse befindet sich der DAX im Bereich von 21.660/21.680 Punkten, und damit deutlich oberhalb des gestrigen Schlusskurses. Das gilt als gutes Zeichen für einen insgesamt positiven Handelstag.
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Die Advance-Decline-Line (ADL) wird über die Differenz der gestiegenen und gefallenen Aktien berechnet. Grundsätzlich gilt, dass jede Bewegung des Index von der ADL bestätigt werden sollte. Fehlt die ADL-Bestätigung, deutet das auf eine unsichere Kursbewegung hin. Ein Aufwärtstrend kann sich nur ausbilden, wenn die Mehrzahl der Aktien daran teilnimmt.
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Aktuelle Handelschancen per Kursmuster
Inside-Days für DAX, MDAX, TecDAX & EuroStoxx50
Ein Inside-Day liegt vor, wenn sich der aktuelle Candlestick innerhalb des Candlesticks des vorangegangenen Tages befindet. Das Tageshoch liegt also tiefer und das Tagestief höher als am Vortag. Inside-Days kennzeichnen abnehmende Volatilität und eignen sich ideal als Einstiegsmuster aufgrund des guten Chance-Risiko-Verhältnisses.
Bei Inside-Days ist die zukünftige Kursrichtung oft nicht prognostizierbar.
Möglicher Handelsansatz:
a) Man spekuliert auf steigende Kurse, wenn das Tageshoch des Inside-Days überschritten wird und legt eine Stopp-Order an das Tief des Inside Bars.
b) Man spekuliert auf fallende Kurse, wenn das Tagestief des Inside-Days unterschritten wird. Der Stopp an das Hoch des Inside Bar gelegt.
Zusätzlich gibt die Tabelle noch an, ob die jeweilige Aktie gerade eine starke oder eine schwache Relative Stärke aufweist.
Beachten Sie, diese Tabelle stellt keinerlei Handelsempfehlung dar.
Treffen Sie Ihre Handelsentscheidungen immer anhand Ihrer eigenen Analysen.
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Outside-Days für DAX, MDAX, TecDAX & EuroStoxx50
Ein Outside-Day liegt vor, wenn der aktuelle Candlestick den vorangegangenen Tag komplett umschließt. Das Tageshoch liegt also höher und das Tagestief niedriger als am Vortag. Ein Outside-Day entspricht einem Engulfing bei den Candlestick-Mustern.
Möglicher Handelsansatz:
a) Man spekuliert auf steigende Kurse, wenn das Tageshoch des Outside-Days überschritten wird. Den Stopp platziert man an das Tief des Outside Bars.
b) Man spekuliert auf fallende Kurse, wenn das Tagestief des Outside-Days unterschritten wird. Den Stopp setzt man an das Hoch des Outside Bars.
Zusätzlich gibt die Tabelle noch an, ob die jeweilige Aktie gerade eine starke oder eine schwache Relative Stärke aufweist.
Beachten Sie: diese Tabelle stellt keinerlei Handelsempfehlung dar.
Treffen Sie Ihre Handelsentscheidungen immer anhand Ihrer eigenen Analysen.
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Trendhandel mit neuen 20-Tage-Hochs/-Tiefs
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Aktien, die ein 20-Tages-Hoch oder ein 20-Tages-Tief erzielen (entspricht einem Handelsmonat), weisen oft eine besondere Trendstärke auf.
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Long-Kandidaten für DAX, MDAX, TecDAX & EuroStoxx50
Short-Kandidaten für DAX, MDAX, TecDAX & EuroStoxx50
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*) Der Fear-and-Greed-Indikator ist ein Stimmungsindikator, der sich aus sieben Einzelindikatoren zusammensetzt:
1. Aktienkurs-Momentum: der S&P 500 (SPX) im Vergleich zu seinem gleitenden 125-Tage-Durchschnitt
2. Aktienkurs-Stärke: die Anzahl der Aktien, die an der New Yorker Börse 52-Wochen-Hochs und -Tiefs erreichen
3. Aktienkurs-Breite: das Handelsvolumen von Aktien im Aufwärtstrend gegenüber Aktien im Abwärtstrend
4. Verkaufs- und Kaufoptionen: das Put/Call-Verhältnis, das das Handelsvolumen von bullischen Call-Optionen mit dem Handelsvolumen von bearishen Put-Optionen vergleicht
5. Junk-Bond-Nachfrage: die Differenz zwischen den Renditen von Investment-Grade-Anleihen und Ramschanleihen
6. Marktvolatilität: der VIX (VIX), der die Volatilität misst
7. Nachfrage nach sicheren Häfen: der Unterschied zwischen den Renditen von Aktien und Staatsanleihen
Sein mittlerer Wert beträgt 50 und deutet auf eine neutrale Stimmung hin. Werte über 50 sind bullish (long) und Werte unter 50 sind bearish (short).
Extreme Ausschläge des Fear-and-Greed-Indikators (über 70 oder unter 30) zeigen Gier oder Angst. Der Markt ist im extremen Zustand nicht stabil und neigt deshalb zur kurzfristigen Umkehr. So führen zum Beispiel Werte unter 30 oft zu einem kurzfristigen Ausverkauf des Aktienmarktes, wodurch eine bullische Umkehr möglich wird.
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